2013 – Menton und die Côte d‘Azur

« Willkommen an der sonnigen Riviera!» spottet der Taxifahrer am Bahnhof von Menton bei prasselndem Regen an diesem letzten Samstag des Jahres 2013. Mi und ich finden das leider gar nicht lustig, denn wir hatten uns einen schönen Nachmittag in „Frankreichs Stadt mit den meisten Sonnenstunden“ erhofft. Wir lieben diesen Ort, der nur wenige Kilometer von der italienischen Grenze liegt. Zum ersten Mal waren wir 1999 hier (siehe dort), da Menton der Ausgangspunkt  für unsere Mimosen Wanderung war. Mehrmals sind wir in den letzten beiden Jahren aus den italienischen Bergen Liguriens – wo wir zwei Mal einen Haustausch erlebt haben – hier unten ans Meer geflohen. Dort oben, 300 m hoch über Ventimiglia, kann der Frühling nämlich ganz schön kühl und regnerisch sein. Wohingegen ich im vorigen Jahr, im Badeanzug vom hiesigen Strand aus, diese Bilder in den Osterferien Ende April geschossen habe:

Heute allerdings müssen wir uns erstmal damit begnügen, unsere Nobel-herberge zu beziehen. Mireille hat uns dort eine Ferienwohnung spendiert, um ihren sechzigsten Geburtstag gebührend zu feiern.

Bis 1939 war unser Palast ein Hotel der Schönen und Reichen, die in der „Belle Epoque“, also vor dem ersten Weltkrieg, in Menton und an der Riviera überwinterten. Nach Kriegsende wurden die Suiten des Hotels in mehr oder weniger groβe Eigentumswohnungen umgewandelt, aber von den 200 (!) Appartements dieses Gebäudes sind weniger als die Hälfte bewohnt. Sogar der Concierge kann uns den Grund dafür nicht nennen. Jedenfalls sind wir von dem Bau, dem Eingang und der riesigen Halle mit Nobeltreppe beeindruckt und begeistert.  

Anstatt auf der Treppe zu sitzen, könnte ich hier glatt für 200 Zuschauer, die an festlich gedeckten Tischen Champagner trinken, im langen Abendkleid mit einer kleinen 3-Mann-Band Jazz singen. Das Treppenhaus ist aus feinstem Marmor, die Spiegel Jugendstil mit aufgemalten Efeuranken, die Gänge sind fast so breit wie meine Straβe in Paris.

Nur die Türen der Wohnungen sind alle hässlich! Sogar hier ist nichts vollkommen  – irgendwie tröstlich. In unserem Appartement sind wir sofort sehr angetan von den drei Räumen nebst Küche und zwei Bädern. Im Ganzen zählen wir  ZWÖLF Türen. Leider können wir den Blick auf „unseren“ Park und das Meer für heute vergessen. Doch die angenehm farbenfreudigen Bilder der Eigentümerin bringen wenigstens etwas Licht  und gute Laune hinein.

Da wir dringend ein paar Sachen fürs Abendbrot einkaufen müssen, wenden wir uns am Fahrstuhl an ein älteres Ehepaar, welches ganz entsetzt  auf die Tatsache reagiert, dass wir ohne Auto da sind. Der nächste Supermarkt sei nämlich nur so zu erreichen. Dass es in circa acht Minuten zu Fuβ unten am Busbahnhof einen kleinen Laden sowie einen Bäcker gibt, haben die beiden wohl noch nicht zur Kenntnis genommen. Man müsste ja laufen. Kein Spaβ bei dem strömenden Regen, aber andererseits nach sieben Stunden Zugfahrt genau das Richtige für uns.

Am nächsten Morgen ist schon fast richtiges Sonntagswetter und so entdecken wir den Blick auf unseren Park, der ziemlich überwältigend ist, denn wo haben wir schon mal Palmen VON OBEN gesehen?  Wir haben einen Schlüssel, der nur den Bewohnern der Anlage zugängig ist und es uns erlaubt, zwei Kurven der Straβe auf die angenehmste Weise abzukürzen. 

SO riesige Fleiβige Lieschen möchte ich auch mal im Garten haben!

Und es gibt nicht nur diese Blumen sowie natürlich Orangen und Zitronen im Park, sondern wegen des unverhältnismäβig milden Wetters schon kleine blaue Iris! Und sogar ein Bienchen sehen wir in einer erblühten Rose!

Wir gehen am nach dem Architekten genannten „Winter-Palast“ vorbei, der dem unseren unverschämt Konkurrenz machte, denn der Inhaber hatte ihn so gebaut, dass UNSER Riviera-Palast umgebaut werden musste, damit die teuren Gäste den Ausblick ungehindert genieβen konnten.

Danach flanieren wir auf der Promenade am Meer, die schwarz von hauptsächlich italienischen Menschen ist, bis hin zum Markt, der uns wie immer begeistert mit seinen unglaublich zarten Gemüsen (Ende Dezember!) und seinem Ambiente. Und es ist so nett, zu hören, wie die Händler ganz zwanglos Italienisch plaudern und die italienischen Verkäufer Französisch. Wir kaufen Salat, Gemüse, Eier, wunderbare kleine hausgemachte Ravioli mit Soβe von „la mamma“ und gehen dann durch die weihnachtlich geschmückten Anlagen zurück in unsere Wohnung.

Dort verspeisen wir in der Sonne auf unserem Balkon die mitgebrachte Gemüsetorte nebst korsischen Mandarinen, um danach sage und schreibe zwei Stunden lang unser 1500-Teile-Puzzle von Gauguin zu beginnen. Als wir, wie immer, mit dem Rahmen des Bildes anfangen, erweist sich unser aus der Küche „abgezweigte“ Tisch als zu klein und es bedarf Mimis ganzer Schläue und Dickköpfigkeit – nachdem wir alle anderen Tische ausprobiert und verworfen haben – die Lösung zu finden und aus einem der groβen Wäsche-schränke zwei Fächer auszubauen. Wat mutt, dat mutt! Beim Einbauen am letzten Abend wird es allerdings Heulen und Zähneklappern geben,  weil eins der verflixten Bretter sich verklemmt hatte. Diesmal werde ich die Situation in den Griff kriegen. Jedem das Seine.

Nachmittags gehen wir noch einmal für ein Stündchen spazieren und zwar die ziemlich steile Straβe hinter unserem Palast hinauf. Begegnen dabei einem älteren Paar, von dem sich die Frau sogleich unter einem Vorwand an uns heranmacht, um sich zu beklagen dass

1968 diese ganzen schrecklichen kleinen Villen hier noch nicht waren und ich den ganzen Kreuzweg ungehindert entlang gehen konnte !

Ich wage einzuwenden, dass wir immerhin Ende 2013 schreiben und es normal sei, dass sich in 45 Jahren hier so Einiges getan hat. Sie zieht laut schimpfend ab und wir lachend weiterhin den Berg hinan, an tatsächlich ziemlich hässlichen Behausungen entlang, da hatte sie schon Recht. Aber kaum sind wir um eine Ecke gebogen, stehen wir auch schon auf dem uralten, kaum gepflasterten Kreuzweg, den wir bis zum Gipfel erklimmen und so mit einer wunderschönen Aussicht belohnt werden.

Beim Heimweg kann Mi es nicht lassen, eine Orange von einem Baum unseres Grundstücks zu klauen und sie wird wirklich „bitter“ dafür gestraft, denn genauso schmeckte die Apfelsine!

In den nächsten beiden Tagen wird das Wetter immer schöner, der Himmel immer blauer und die Temperatur immer wärmer. Ich mache Fotos von unserer Wohnung und immer wieder von dieser überwältigenden und faszinierenden Aussicht. Wir gehen an den Strand, um uns auf einem Baumstamm sitzend zu sonnen – und um Vitamin D zu tanken! – und sehen einer Frau zu, die sich doch tatsächlich nicht nur in die Fluten stürzt sondern sich dort auch sichtlich wohl fühlt. Soweit geht es bei mir nicht, doch auch mir ist es im Mantel fast zu warm.

Das wunderbare Klima der Côte d’Azur hat dazu geführt, dass sich nicht nur Leute hier angesiedelt haben, die die winterliche Wärme, das einmalige Licht, das Meer und die Landschaft lebenslänglich genieβen wollten. Es gab auch Menschen, die die Stadt mit Gärten verschönerten – ihren Artgenossen zur Freude! Hier unsere drei Lieblinge.

Da wäre zum einen der Garten „Serre de la Madone“, der etwas im Hinterland der Stadt liegt, aber per Bus bequem zu erreichen ist. Wir entdeckten ihn im April 2006. Er liegt an einem steilen Hang und sobald man den zu erklimmen beginnt, wird man von der einmaligen Ruhe und der besinnlichen Atmosphäre richtig verzaubert. Entworfen und angelegt hat ihn 1924 der Landschaftsarchitekt Lawrence Johnson, ein Engländer. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, hier ein Paradies zu erschaffen, in welchem er die von ihm in aller Welt gesammelten Pflanzen ansiedeln konnte. Aufgrund des Denkmalschutzes konnte diese Herrlichkeit mit Wasserbecken, Brunnen, Skulpturen und doppelspiraligen Treppen den Krallen der Grundstückspekulanten entrissen werden. Über zwanzig Terrassen steigt man in die Höhe, begleitet von ungefähr 700 verschiedenen Baumarten und Tausenden von Blumen. Nur das Quaken der Frösche im Seerosenteich und das Zirpen der Zikaden unterbricht die Stille.

Im Frühling, wenn Glyzinien und Flieder blühen, kommt auch die Nase zu ïhrem Recht.

Das ist ganz anders im 2 Hektar groβen Palmengarten Maria Serena, der nur ein paar Schritte von der italienischen Grenze entfernt liegt. Wir hatten das Glück, eine fachkundige Führung mitmachen zu dürfen und wurden soin die Unterschiede der ca. 50 Palmenarten, die es in Menton gibt, eingeweiht. So etwas vergesse ich zwar auch gleich wieder, aber nicht den Garten mit wundervollen Ausblicken aufs Mittelmeer von allen Wegen aus. Und auch nicht, dass die Palmen keine Bäume sind, sondern zur Familie der GRÄSER gehören.

Der Garten ist Charles Garnier gewidmet, dem Architekten der (alten) Pariser Oper. Maria Serena ist der wohl wärmste Garten Frankreichs: Nie fällt die Temperatur unter 5 Grad Celsius.

Den – nach unserer Meinung – schönsten der Gegend habe ich mir zum Schluss aufgehoben. Er liegt zwischen Menton und Ventigmiglia am Cap Mortola : Der Botanische Garten Hanbury. Auf der Kleinigkeit von 18 Hektar Land, direkt am Mittelmeer! In ihm wird die gesamte Bandbreite der Mittelmeer-Flora vorgestellt.

Ein beschilderter Weg führt durch die Zone der 4 Jahreszeiten, durch den Japanischen Garten und die Pergola hin zum Drachenbrunnen und in den Garten der Gerüche. Ein richtiges Festival für Augen und Nase!

Noch dazu gibt es einen tollen Spirituosen-Laden im Dorf, wo man den besten Limoncello Italiens kaufen kann! 

Und nicht weit entfernt von Mortola – dazu braucht man allerdings ein Auto – kurz vor dem kleinen Städtchen Badalucco gibt es das fabelhafteste Steinpilz-Menü, das ich in meinem Leben gegessen habe. Natürlich nur im Herbst, aber gerade auβerhalb der Touristenmassen des Sommers ist diese Gegend am schönsten. Das Restaurant heiβt „Ca‘ Mea“, ist jeden Abend auβer Montag geöffnet, und auch wenn man keine Steinpilze mögen sollte (gibt es das?), speist man dort vorzüglich und preiswert die Küche der „Mamma“. Das hat auch unser zweiter Besuch 6 Jahre später bewiesen. Doch zurück nach Menton.                           

Dieses Foto habe ich am Anfang vom Boulevard Garavan aufgenommen. Das ganz an den Berg geschmiegte Viertel heiβt so. Ein Spaziergang entlang auf dieser (ebenen!) Straβe lohnt sich allemal – sogar im Dezember. In den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts zog es nämlich vor allem Engländer  in dieses Quartier, denn hier war es im November so angenehm wie im Mai daheim in Kent. Mit der Ausweitung des Seehandels zur Regierungszeit Queen Victorias brachten die Engländer aus ihren Kolonien immer neue Pflanzen mit nach Hause, die sie in Glashäusern züchteten: Limonen, Orangen, Feigen, Aloe Vera und viele verschiedene Farne. Sie waren ganz verrückt nach botanischen Funden. Hier waren nämlich Gewächshäuser unnötig – die Briten konnten ihrer Gartenleidenschaft unter freiem Himmel frönen. Die damals noch kleine Stadt Menton wurde zur Spielwiese englischer Gartenfantasien und Garavan zum bevorzugten Stadtteil mit seinen Landgütern, die die Engländer in grüne Gartenparadiese verwandelten. Rechts und links vom Boulevard gibt es heute noch schöne alte Villen zu bewundern.

Was die Kultur betrifft, ist Menton etwas weniger attraktiv als Nizza oder Cannes. Es gibt zwar nur ein Kino und ein Theater in Menton – aber dafür eines der modernsten und kühnsten Museen Frankreichs: das Musée Jean Cocteau, erbaut von Rudy Ricciotti. 2011 eingeweiht, beherbergt es eine große Schenkung von über 1000 Exemplaren des Sammlers Séverin Wunderman. Das Universalgenie Cocteau  – Dichter, Maler, Schauspieler, Drehbuchautor  und Regisseur –  war eine der schillerndsten Figuren der Pariser Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Er kannte die Côte d’Azur in- und auswendig und kam ab 1955 immer wieder nach Menton. Der Bürgermeister der Stadt bat ihn 1958, den Hochzeitssaal der Stadt neu zu erschaffen. Dazu brauchte er zwei Jahre, denn nicht nur die Wände hat er bemalt sondern auch die Türen, die Kandelaber und den Teppich der Empore entworfen.

Auch in der der Bastion  – einer kleinen Festung aus dem 17. Jahrhundert direkt am Meer gelegen –  kann man Werke von Cocteau bewundern. Aber natürlich nicht so viele wie in dem neuen Museum. In solch eine alte Stadt mit gut erhaltenem Zentrum ein wie immer geartetes modernes Bauwerk hinzustellen, ohne dass ein empörter Aufschrei erfolgt  – dazu muss man schon ein Meister wie Ricciotti sein!

Da es sehr flach gehalten ist, sieht das Gebäude von oben wie eine Hand aus – die Hand von Cocteau?                          

Wenn man dann davor steht, gleichen die Betonpfeiler eher Zähnen aus. Und in den Fenstern spiegelt sich das Mittelmeer…

Letztes Jahr waren wir Ende Oktober UND über Weihnachten hier, jedes Mal hatten wir Glück mit dem Wetter:

Und an dem einzigen Regentag waren wir im Aquarium von Monte Carlo. Das ist ebenfalls ein faszinierender Bau aus dem Jahre 1889. Er wurde von Prinz Albert I. von Monaco 1910 eingeweiht. Nach dem fürstlichen Palast ist es das gröβte alte Gebäude von Monaco und das einzige, das direkt an den Felsen gelehnt ist und bis zum Meer, 85 Meter tiefer gelegen, reicht.  

Dieses Meer-Museum (wie sein offizieller Name lautet) beherbergt über 6000 Fische von 350 Arten. Wir hatten einen halben Tag lang groβe Freude an den besonders schön und abwechslungsreich gestalteten Aquarien und ihren farbigen Bewohnern.

Was auch so praktisch ist, in dieser von den Göttern ganz besonders gesegneten Ecke, ist die Tatsache, dass man nicht unbedingt ein Auto braucht, denn der kleine Regionalzughält an jeder Milchkanne, bzw. so bezau- bernden Städtchen wie z.B. Beaulieu („Schöner Ort“), der seinem Namen alle Ehre macht und der die sagenhafte Villa Kerylos  beherbergt, die man unbedingt gesehen haben sollte. Und das Schöne ist gepaart mit dem Guten für die Kondition: man kann von hier aus leicht um das gesamte Cap Ferrat herumlaufen bis zu einem andren Kleinod, nämlich der Villa Ephrussy de Rothschild und ihren neun Gärten. Aber bitte besser nie im Sommer hier herkommen! Wir haben das alles Ostern gesehen und da war es schon reichlich voll – im Juli/August ist es total überlaufen.

Doch zurück nach Menton und dem Silvesterabend 2013. Wir sagen dem alten Jahr vom Riesenrad aus Adieu und kochen danach zusammen ein Festmahl:

Frische Garnelen mit hiesigen groβen Oliven als Vorspeise zum Champagner, danach „Barbarie-Ente à la Marén mit Majoran-Weinsauce, zartem Rotkohl und Buttererbsen“, dazu unseren wunderbaren Lieblingswein, einen Chambolle-Musigny von 2002 ! Uns geht es gut, wie man unschwer am Selfie erkennen kann:

Um Mitternacht erhaschen wir ein bisschen  Feuerwerk über Monte Carlo und sind sehr zufrieden, dass das Jahr in einer so schönen Umgebung zu Ende geht!

L’attribut alt de cette image est vide, son nom de fichier est 2013-MENTON-Côte-d‘Azur-48.png.

2014 fängt etwas gräulich an, aber wir machen natürlich dennoch einen langen Neujahrs Spaziergang am Meer – diesmal allerdings ohne die schwimmende Dame. Dann kommt die Sonne raus und  wir gehen am Cocteau-Museum vorbei wieder in die Altstadt, hören Gitarrenmusik und sehen einer Flamenco-Tänzerin zu.                            

Dann trinken wir in Gedanken Freund Maurus zu, in dem gemütlichen Bistrot, in dem man uns schon vor anderthalb Jahren mit einem „Apéro und Häppchen“ beglückte, und steigen wieder zu unserer Bleibe hinauf. Leider ist das Neujahrskonzert nachmittags im Kursaal eine einzige Katastrophe und so schlecht, dass wir nach einer Viertelstunde fliehen. Dann doch lieber zu Hause lesen!

Ein letzter Höhepunkt erwartet uns noch: Wir fahren per Bahn nach Cagnes-sur-Mer und nehmen uns ein Taxi hinauf nach Saint-Paul-de-Vence, zum berühmten Hotel-Restaurant „La Colombe d’ Or“. Seit 1920 ist dieselbe Familie im Besitz dieses Juwels, in dem man im Sommer bis zu drei Monate im Voraus einen Tisch reservieren muss! Es ist nicht nur die Tatsache, dass man hier ausgezeichnet speist. Der unnachahmliche Charme der beiden Räume liegt (neben den riesigen Kaminen, in denen ein lustiges Feuer prasselt) an den vielen Gemälden, die von Picasso, Braque, Miro, Chagall, Cézanne und anderen Malern in ihren Anfangsjahren manchmal für ein paar Nächte und Mahlzeiten bei Paul Roux (und später seinem Sohn) eingetauscht wurden.

Jacques Prévert war ein Freund des Hauses, Yves Montand und Simone Signoret haben hier geheiratet, Lino Ventura, Serge Reggiani, César, Calder und andere gingen ein und aus.

Mimi hat, groβzügig wie sie ist, nicht nur unsere Ferienwohnung bezahlt sondern lädt mich auch noch zu diesem Festmahl ein, um ihren 60. Geburtstag noch einmal zu feiern.  Wir essen unter einem Gemälde von Braque und nehmen zuerst den Gemüsekorb mit einer frischen „Anchoïade“- Soβe. Danach gibt es ein köstliches Hühnchen mit Morcheln für Mi und ein waschechtes Aïoli für mich (das bekommt man nur in dieser Gegend so gut!), dazu einen uns empfohlenen Clos Saint Joseph. Hach, geht es uns gut! Dies ist der wirklich  krönende Abschluss unseres Urlaubs an der am nächsten Tag wieder sonnigen Riviera.        

WAS BLEIBT: dieses fast unwirkliche LICHT besonders im Winter, der Charme dieser Stadt.

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