2011 – Servus Wien, wir sind wieder mal da!

Das ist vielleicht ein Schreck! Als ich am Flughafen meinen Koffer in Empfang nehme, ist der derartig herumgeworfen worden, dass er demoliert und ein Teil des Reiβverschlusses offen ist! Nur meinen gerade zu Weihnachten angeflogenen kleinen Schutzengeln habe ich es zu verdanken, dass Freund Jean-Luc und ich zwar gezwungen sind, den Koffer mit seinem Schweizer Messer aufzuschneiden, dass aber nichts fehlt: Weder das Geschenk für Mi – wir feiern hier ihren Geburtstag nach – noch der Champagner für Sylvester und Neujahr,  noch vor allem mein Fotoapparat! Trotzdem bin ich natürlich wütend, denn die „Bestimmungen“ in  so einem Fall sind so unverhüllt für die Fluggesellschaften und nicht für den Kunden gemacht, dass ich mir ausrechnen kann, keinen Pfennig wieder zu bekommen. Adieu, mein schöner Blumenkoffer aus Berlin, den nun wirklich niemand auβer mir hatte.

Aber das soll mir diese Tage hier nicht vermiesen! Rasch richte ich mich in der Wohnung von Jonas, Jean-Lucs Sohn, ein. Mireille kommt mit nur einer halben Stunde Verspätung aus Paris und wir köpfen erst mal eine Flasche Grünen Veltliner, bevor es ans Pläneschmieden geht. Als wir nämlich 1993 mit dem Rad hier waren (siehe dort), haben wir nur wenig an Besichtigungen gemacht.

Natürlich steht als erstes die Hofburg auf dem Programm. Praktischerweise habe ich gerade „mal wieder“ bei meiner Mutter in Falshöft alle  drei „Sissi“-Filme anschauen dürfen und so werde ich jetzt sehen können, wie die richtige Elisabeth wirklich gelebt hat. Es wird ein sehr spannender Nachmittag, da wir erst einmal mit der Schatzkammer beginnen und dank unseres Führers lernen, wie riesig dieses österreichische Versailles ist: 2600 Räume, in denen auch heute noch über 5000 Menschen leben und arbeiten, da einige der Ministerien und das Kanzleramt hier untergebracht sind.

Die „Schätze“ sind all das, was als Geschirr, Gläser, Tafelsilber, Kochtöpfe, Vasen und sogar als Badezimmergarnituren gebraucht wurde und das von anno dunnemals an. Natürlich nur vom Feinsten.                                

Wunderschön teilweise – aber nach zwei Stunden sind wir k.o. und müssen uns dringend im Hofburg Café mit Topfenstrudel und warmer Vanillesauce stärken. Ein Gedicht! Ich lasse sämtliche guten Vorsätze fahren – nächste Woche ist es noch früh genug, eine Diät anzufangen: Das hier ist zuuuu gut.

Danach kommen wir in die Gemächer der Majestäten und ich muss schon sagen, dass die  wirkliche „Sisi“ (hier auf ungarisch überall mit einem „s“ geschrieben) und Romy viel gemein hatten: ihre Schönheit, ihren Charakter und ihre Melancholie. Madame wurde jeden Morgen DREI Stunden lang gebürstet und frisiert (Hilfe!). Sie wog nur 45 Kilo bei 1,70 m und kasteite sich mit Diäten und Turnübungen, um ihre 51cm-Taille zu halten. Da sie ja beim Frisieren nichts zu tun hatte, lernte sie noch mal so nebenbei Alt- und Neugriechisch. Ihre bissigen Gedichte sind meiner Meinung nach sehr viel besser als ihre „romantischen“ und so manche Hofschranze mag vor Wut explodiert sein, denn ihre spitze Feder zielte und – traf.

Und wie furchtbar, dass ihr Tod eigentlich ein Zufall war, denn der italienische Fanatiker wollte ursprünglich an jenem Morgen den Duc von Orléans erstechen. Am Ende des Rundganges, im groβen Speisesaal lernen wir, dass der Kaiser ganz genaue 45-Minuten-Diners zu geben pflegte. Wir dürfen die goldenen Tischaufsätze, Vasen und Kerzenhalter bewundern. Sie sind so angeordnet, dass man sein Gegenüber quasi nicht sehen kann und durch die Etikette gezwungen ist, sich nur mit seinem direkten Nachbarn zu unterhalten. In der Dreiviertelstunde wurden ca.15 verschiedene Gänge aufgetragen! Also musste man jeden Gang in drei Minuten hinunterschlingen – vorausgesetzt, Majestät legten nicht schon vorher die Gabel hin…

Dieser Franz-Josef war ein Arbeitssüchtiger, stand um halb vier morgens auf, betete, badete. Ankleiden eine Stunde, dann Regieren bis abends und dann noch ein Diner…wow! Er hatte ja auch ein Riesenreich zu bearbeiten (jeder Bürger durfte bei ihm ein Mal pro Woche vorsprechen, um sich zu bedanken oder zu beklagen  — allerdings nicht länger als eine Minute) und mir war bis dato nicht klar, dass Wien vor hundert Jahren die fünftgröβte Stadt der Welt war!

Sehr nachdenklich gehen wir zu unserer sehr praktisch in der Josefsstadt gelegenen Wohnung zurück, vorbei am legendären Burgtheater, in dem ich für morgen gleich eine Führung buche. Das Rathaus liegt genau gegenüber, ist noch gröβer als das in Paris und wunderschön illuminiert.

Sobald man aus dem eigentlich sehr kleinen Zentrum heraus ist, sind die Straβen geradezu leer. Offenbar ist die Stadt fest in italienischer und französischer Touristenhand – die Wiener sind schlauerweise über die Feiertage woanders hingefahren. Am nächsten Morgen gehen wir erst einmal durch unser Viertel auf kleinen Straβen und Gassen, in denen es noch schön geschmückte originelle Geschäfte und Läden gibt. Alles hat einen etwas altmodischen, doch auch wieder charmanten Anstrich. In der Maria-Hilf-Kirche ist Mireille total von den Socken, dass man hier eine so schön mit Strohsternen, Kugeln und echten Blumen geschmückte Krippe ohne Aufsicht lässt – offenbar ohne Angst, dass dies alles verschwinden könnte.

Wir finden einen neuen „goldenen“ Koffer zu einem vernünftigen Preis für mich, und nachdem wir den bei uns abgestellt haben, ziehen wir wieder los, diesmal in Richtung Wollzeile, wo wir im Café „Diglas“ einen echten Wiener Suppentopf aufgetischt bekommen, der sehr lecker ist.

Danach können wir den süβen Versuchungen beim Demel und Julius Meinl besser widerstehen. Letzterer ist ein Luxusdelikatessladen, der so unverschämt teuer ist, dass er den BON MARCHE in Paris und das KADEWE in Berlin noch um Längen schlägt! Allerdings ist er auch herrlich dekoriert UND es gibt dort sogar noch den von mir als Kind heiβ geliebten „Sarotti-Mohr“, der in unseren politisch korrekten Breiten leider längst ausgestorben ist.

Dann laufen wir durch den hocheleganten Kohlmarkt, wo die Dichte der Nerzmäntel pro Quadratmeter – bei 10 Grad plus! – beängstigend zunimmt.

Die Führung durch das Burgtheater ist wirklich sehr interessant! Eigentlich ist dieser K. u. K.-Bau gar keiner, sondern ein Bau der fünfziger Jahre, der nur in den unteren Etagen auf alt getrimmt wurde, das heiβt, nach den Vorlagen des im Krieg vernichteten Gebäudes genau so wieder aufgebaut, dekoriert und möbliert wurde. Für unsere demokratischen Vorstellungen ist es natürlich schon verrückt, dass der Kaiser ein eigenes Treppenhaus hatte, die ‚Kaiserstiege‘, wohingegen die über 1000 Normalbürger sich den zweiten Eingang teilen mussten.

Was ich unglaublich finde ist, dass bis 1983 (man stelle sich vor!) keiner der Burgschauspieler sich nach der Vorstellung verbeugen durfte. Das Publikum durfte NUR dem Kaiser applaudieren, nicht aber den Schau-spielern. Dass es den 1983 schon lange nicht mehr gab, spielte offenbar keine Rolle! Nur den ausländischen Starregisseuren ist es zu verdanken, dass dieser Blödsinn abgeschafft wurde.

Nach einem kurzen Nickerchen ziehen wir gegen Abend wieder los, um mir einen Klein-Mädchentraum zu erfüllen: Wir wollen uns in der Volksoper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck ansehen (in der Staatsoper war schon alles wegen der Feste ausgebucht). Erste kleine Enttäuschung: auch das ist ein Bau aus den fünfziger Jahren, eher schlicht gehalten. Aber sitzen tut man besser als in den Pariser Thea-tern, wo man nie genug Platz für die Beine hat. Um PUNKT sechs hebt die Ouvertüre an und sofort bin ich wieder acht Jahre alt und singe mit meiner Omi die Lieder am Klavier….

Aber, ach Herrjeh, was ist denn DAS?? Schon das erste Duett „Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh“ ist quasi nicht zu verstehen (und das bitteschön in Reihe fünfzehn!). Die Frau, die den Hänsel spielt, hat überhaupt keine Stimme, die Gretel artikuliert nicht, Bühnenbild und Inszenierung sind eine Katastrophe. Ich wage es kaum, Mi anzusehen, die natürlich NOCH weniger vom Text versteht als ich. Das schlimmste passiert  ausgerechnet in meinem Lieblingslied „Abends will ich schlafen gehen“, wo die 14 Englein in güldenen bodenlangen Kleidchen eine Treppe herunterwandeln. Das ist finsteres Provinz- bzw. Schmieren- theater und wir gehen empört! Allerdings tausche ich mich vorher noch  mit zwei alten Wiener Damen aus, die wie die Rohrspatzen auf den neuen Direktor schimpfen, der seit September und dank Intrigen der Volksoper vorsteht. Also habe ich KEINE Bohnen in den Ohren.

Dies wird mir auch noch eine halbe Stunde später von Renate und Jean-Luc bestätigt, die uns mit einem wundervollen Essen nebst den dazu gehörenden Weinen in ihrer Wohnung verwöhnen. Sowohl der Bruder als auch die Schwester von Renate sind anwesend und beide sind ebenfalls schon aus der Volksoper in der Pause von „Carmen“ geflüchtet.

Ich ziehe schleunigst Papier und Stift aus der Handtasche, denn es hagelt nur so Vorschläge für ein Restaurant zum Silvester-Essen: „ Also keinesfalls das Schnitzel vom Figlmüller, viel zu fett!“  „Na geh, da sollen sie doch besser zum Plachutta gehen, zudem der beste Tafelspitz von Wien.“ „Ja,  aber man wird sofort abserviert, sobald man gegessen hat, gemütlicher ist das „Ofenloch“….

Auch für unsere Bildung wird gesorgt und ich schreibe brav alles auf. Morgen werden wir dann sehen, was wir von den Ratschlägen umsetzen. Als erstes steht am Donnerstag Klimt auf dem Programm, und zwar wollen wir nicht die gesamte Sammlung der „goldenen“ Bilder im Oberen Belvedere besuchen, sondern lieber die kleine aber feine „Klimt/Hoffmann“ Ausstellung im unteren Belvedere. Diese ist erst einmal verwirrend, da man einmal ganz durchgehen muss, um am Ende mit den Lebens-Eckdaten der beiden Künstler konfrontiert zu werden.

Der Architekt Josef Hoffmann war mir bis heute kein Begriff. Er war ein Schüler von Otto Wagner und zusammen mit Gustav Klimt und anderen Künstlern  der Wiener „Secession“ haben sie in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts „Wien wachgeküsst“, wie es so nett da steht. Die Wiener nennen dieses Gebäude übrigens den „goldenen Kohlkopf“.

Tatsache ist, dass ich noch nie in meinem Leben vorher ein Blatt von einer Wand in einem Museum abreiβen durfte, hier aber geradezu dazu aufgefordert werde – denn hinten drauf stehen die Erklärungen. Das ist toll gemacht – leider ist hier aber das Fotografieren streng verboten.

Das Schönste an dieser Ausstellung sind für uns das Bild die „Frau im schwarzen Kleid“ von Klimt und die Nachbildung des Eingangs des von Hoffmann gebauten „Stoclet-Hauses“ in Brüssel. Wir dürfen uns in einem wunderbar bequemen Sofa niederlassen, um die marmornen Intarsien des Fuβbodens und die Nachbildung des Klimt’schen Frieses der Villa zu bewundern.

Hochzufrieden, wenn auch etwas müde nehmen wir einen Bus, um zur Oper und zum Sacher zu kommen. Oh je, der freundliche Fahrer hat keine Tickets mehr! „Aber Sie dürfen trotzdem mitfahren, meine Damen.“ Ist das nicht entzückend?! Das käme in Paris nie vor! Beim Sacher müssen wir geschlagene 20 Minuten Schlange stehen, aber DIE Torte nebst heiβer Schokolade mit Schlagobers ist es hundert Mal wert. Bloβ gut, dass wir nur 5 Tage hier sind.                       

Später bummeln wir durch die Kärtnerstraβe, schauen uns das „Swarowski“-Haus an, das wie hundert- tausend Diamanten strahlt und kaufen endlich mal preiswerte und formschöne Eierlöffel. Danach schauen wir im Jazzkeller „Porgy & Bess“ vorbei, ob das mal was für mich zum Auftreten wäre (hier raucht man noch und beim Demel gibt es sogar hochvornehm einen Rauchsalon, ha!) und sind schlieβlich so müde am Abend, dass wir uns nur ein gutes kleines Essen in der netten Wohnung von Jonas machen und den Tag Revue passieren lassen.

Am Morgen darauf machen wir uns guten Mutes auf, DAS Restaurant für unser Silvester-Essen zu finden. ALLE Tipps von all unseren lieben Freunden werden abgeklappert aber ganz egal, ob „Ratskeller“ oder „Sette cielo“, absolut alle sind ausgebucht und das trotz saftiger Preise (145 Euro ohne Wein sind Gang und gäbe).

Heute ist es strahlend schön, aber ein eiskalter Wind zwingt uns, unseren Spaziergang am Donaukanalufer  – wo die hochmodernen Bauten von Jean Nouvel und anderen Stararchitekten stehen –  etwas abzukürzen und uns in die von Otto Wagner erbaute Postsparkasse zu flüchten. Dieses Gebäude fasziniert uns. Seine Devises ist

Etwas Unpraktisches kann nie schön sein.

und sie wird hier auf vollendete Weise dargestellt. Wir verbringen eine schöne Stunde in dem kleinen Museum, das hinter dem „groβen Kassenraum“ untergebracht ist.

Nachmittags treffen wir im berühmten Café „Hawelka“, dessen Besitzer gerade gestorben ist, Bernhard, den Assistenten von Mireille, der es doch tatsächlich schafft, in nur fünf Minuten Wartezeit einen Sechsertisch für seine Freunde und uns zu ergattern. Das ist eine Meisterleistung, denn dieses Café ist viel kleiner als ich es mir vorgestellt hatte. Es ist eine richtige schwarze Höhle, in der man gut überwintern könnte. Wir bleiben allerdings nur auf eine heiβe Schokolade mit Rum (mmmh!) und fragen Bernhard um Rat für ein Restaurant. Er meint, dass wir das Zentrum verlassen sollen – und da fällt bei mir der Groschen. Jonas (der mit seiner Frau in meiner Wohnung in Paris Silvester feiert) hat uns nämlich einen Google-Plan mit Tipps für gute und günstige Restaurants in der Nähe seiner Wohnung gegeben. Unter Anderem einen Asiaten, der GU heiβt und sehr gut sein soll. Vielleicht wird das was.

Am Silvestermorgen strahlt die Sonne vom Himmel und es ist entschieden angenehmer drauβen als gestern. Wir laufen also erstmal zum GU, einem winzigen Restaurant mit exzellenten Kritiken an der Tür und einer Telefonnummer. Glücklicherweise, denn die Öffnungszeiten sind etwas merkwürdig. Das werden wir später sehen, jetzt geht’s erstmal zum „Naschmarkt“. Das ist DER Markt von Wien, zum Teil überdacht, zum Teil offen. Hier gibt es viel zu sehen, zu schnuppern, zu vergleichen und zu kosten.Während eines Glühweins mitten in der Sonne kommen wir ins Gespräch mit einem Paar, das uns auf die wundervollen Häuser gleich nebenan aufmerksam macht (wieder von Otto Wagner).

Mittags stehen wir hungrig vor dem „Haus der Musik“ und warten auf den Einlass, der heute anlässlich der „Festmeile“ der Stadt ab 14 Uhr gratis ist. Da hat Mi die glänzende Idee, den Lift in den 6. Stock zu nehmen, wo es ein Dachrestaurant mit einem wundervollen Blick über Wiens Dächer gibt. Ausgerechnet HIER stärken wir uns mit der für mich besten Zwiebelsuppe meines Lebens!

Wir haben‘s auch nötig, denn die nächsten zwei Stunden sind randvoll mit dem Erleben dieses sehr attrak- tiven Museums angefüllt. Wir lernen, jede mit einem dicken Würfel bewaffnet, „unseren“ Walzer zu komponieren, dessen Partitur extra für uns ausgedruckt und signiert wird. Das ist das kleine „Plus“ hier. Ansonsten ist ein ganzes Stockwerk angefüllt mit allen möglichen interaktiven Spielchen, was die Ohren und verschiedene Klänge angeht. Für mich weniger beeindruckend als die hochinteressante Ausstellung über Joseph Haydn, von dem ich nicht wusste, dass er nicht nur ein begnadeter Komponist war, sondern auch ein gewiefter (und nicht immer ganz koscherer) Geschäftsmann!

Danach bummeln wir durch Nebenstraβen zur Kathedrale und begegnen vielen sehr fein gemachten Wienern: Der Frack ist hier keine Ausnahme an solch einem Abend. Sie eilen schon – mit Flaschen und Blumen bewaffnet – zu irgendwelchen Partys.

Ich drehe einen kleinen Walzer auf dem Platz der Kathedrale, wo ein sehr guter Animateur blutigen Anfängern die Grundlagen beibringt – und wo dann ein paar Tanzprofis uns brillant zeigen, wie wunderbar dieser Tanz ist. Der Platz ist gerammelt voll, aber alle Leute lächeln und sind ansteckend guter Laune! Die alte Kathedrale spiegelt sich im modernen Haas-Haus, das ist ein schöner Kontrast.

Wir laufen nach Hause. Was wir hier an Kilometern zu Fuβ zurücklegen – immerhin jeden Tag vier bis fünf Stunden! – kommt sicher unserem strudelverwöhnten Korpus zu Gute. Nachdem wir doch noch unsere  Reservierung bei GU bekommen haben und heute Abend daher nicht mit einer Currywurst an einem der unzähligen Stände der „Festmeile“ vorlieb nehmen müssen, legen wir uns für ein paar Stunden aufs Ohr.

Zum Einstieg in den Silvesterabend stehen wir eine Stunde lang verzaubert vor der Staatsoper, wo die „Fledermaus“ live übertragen wird. Wunderbare Stimmen, Kostüme und eine sehr gute Inszenierung. Beschwingt gehen wir ins Restaurant und da erwartet uns ein köstliches Essen, das zudem auch noch geradezu lächerlich preiswert ist. Den aus Soja- und anderen Soβen „gemalten“ Baum auf unseren Tellern werde ich nie vergessen!

Genau so wenig wie das fulminante Feuerwerk, das wir etwas später gegenüber der Hofburg genieβen dürfen. Als wir nach Hause spazieren, begegnen wir einer euphorischen jungen Frau, die uns zujubelt: „Ein frohes Neues Jahr – ich werde in ein paar Wochen heiraten!“

ES LEBE 2012!

WAS BLEIBT: Die vielen Köstlichkeiten, ganz egal ob leibliche oder visuelle.

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