2002 – Zwei gurken durch den Spreewald

Start in Berlin

Himmel noch mal, man kann es mit dem Umwelt- schutz auch übertreiben! Verschwitzt und durstig halten Mireille und ich nach den ersten drei Stunden unserer Radtour, die uns von Berlin in den Spreewald und zurück führen soll, vor einer « Drogerie », in deren Vorgarten wir im Vorbeifahren Flaschenkisten entdeckt haben. Alt-Glienicke hat seinen sehr dörflichen Charakter erhalten, mit Kopfsteinpflasterstraßen, die uns unangenehm durchrütteln. Einen Supermarkt haben wir nirgends entdecken können. Während Mimi bei den Rädern bleibt, versuche ich, zwei Flaschen Mineralwasser zu kaufen. Gar nicht so einfach! Erst einmal muss ich lange warten, bis der Mann vor mir bedient worden ist. Dann werde ich von der tief dekolletierten Verkäuferin beschieden: « Getränke um die Ecke, eine Treppe tiefer ». Knapper geht’s nicht – kein Zweifel, wir sind immer noch in Berlin…!

Ich gehe also hinunter. Der Verkäufer räumt derweilen Kisten im Hof. Ich warte geduldig, man ist ja gut erzogen. Endlich kommt der Verkäufer mit demselben Mann von vorhin, der hier nun einen Kohlkopf erstehen will. Er drängelt sich schlicht vor und so langsam werde ich ärgerlich. Da er offenbar Stammkunde ist, wird er natürlich einer einfachen Laufkundschaft vorgezogen. Als die Reihe endlich an mich kommt, falle ich von einem Erstaunen ins andere: mehr als einen Euro für eine Flasche Vittel plus 50 Cents « Strafpfand » für eine Einwegflasche – wenn ich das in Paris erzähle, glaubt mir kein Mensch. Das einheimische Mineralwasser in Glasflaschen kostet dagegen nur vierzig Cents plus weitere fünfzehn für Pfand. Ich fülle das Wasser in unsere Thermosflaschen um und wir radeln weiter. Aber es ist so heiß an diesem 9. Juli, dass wir am Nach- mittag unbedingt noch mal Wasser brauchen.

Diesmal ist die Reihe an Mimi bei SPAR. Akt 1: Wasser kaufen und an der Kasse bezahlen. Akt 2: Umfüllen und die leere Flasche gaaaanz hinten im Laden nach Klingeln und Warten zurückgeben. Akt 3: trotz dortiger kleiner Kasse, die wohl vorhanden ist, kriegst du nicht etwa das Pfandgeld gleich zurück, denn das wäre doch wohl zu einfach! Nein, du bekommst einen Bon für Akt 4: noch einmal Schlange stehen an der großen Kasse, um den Bon einzulösen. Als Mi mir das erzählt, falle ich vor Lachen fast vom Rad  – so schauderhaft deutsch ist das Ganze!

Die Leute hier  sind erheblich weniger alert und freundlich als der witzige Schaffner des DB-Zuges von Paris nach Berlin, der beim Morgenkaffee den ganzen Bistrowagen mit seinen Geschichten unterhielt, während draußen das « neue Berlin » zwischen Bahnhof Zoo und Ostbahnhof, der bei unserem letzten Besuch vor vier Jahren noch nicht fertig war, vorbeizog : das Kanzleramt und die Kuppel des Reichstags, das Rote Rathaus, der Alex und immer wieder ganze Wälder von Kränen. Sehr beeindruckend !

Am Ostbahnhof angekommen, befreien wir unsere Räder, die – hurra – schwarz gefahren sind. Der französische Kontrolleur war sich zu fein, uns zu helfen, sie in den dafür bestimmten Wagen zu wuchten und sein deutscher Kollege war anderweitig beschäftigt. Beamte aller Länder, vereinigt Euch! Nun fahren wir in einem funkelnagelneuen geräumigen Aufzug nach unten und bewundern en passant die gefällige Konstruktion aus Glas. Vor dem Bahnhof erklärt mir ein echter Berliner Taxifahrer, wie wir in Richtung Teltowkanal fahren müssen: 

Eenmal nach rechts, vorne anne Kreuzung links und denn ejalwech grade aus .

Also los! Als erstes kommen wir – an die Mauer. Ein großes Stück ist quasi zur Freiluftgalerie geworden. Im Jahre 2000 wurde von Künstlern aus aller Welt dieses Stück ‘im Stil’ neu bemalt. Daneben wirkt das alte authentische Stück blass, rott und irgendwie rührend.

Etwas später faszinieren uns zwei überdimensionierte Figuren aus durch-löchertem Metall, die über der Spree zu schweben scheinen. Wir fahren an den alten Hafenindustrieanlagen vorbei, die stilgerecht restauriert werden. UNIVERSAL hat seine riesen Glasgebäude an die Stralauer Allee gelegt – überall wird gebaut oder renoviert was das Zeug hält.

Wir fahren durch den Treptower-Park,  wo splitternackte Männer sich sonnen und wir sogar ein kleines Zelt entdecken. Man stelle sich das im  Bois de Boulogne vor! Dann bewundern wir am Rand des Parks schöne Villen, die alsbald in die typischen Berliner Vorortreihenhäuser, wie ich sie aus Zehlendorf kenne, übergehen.

Ich habe viel zu tun mit Kartenlesen und bringe Mimi bei, wie man unterscheidet, ob man nun gerade durch Straßen des ehemaligen Ostens oder Westens fährt: Die Straßenschilder haben immer noch eine andere Typo-graphie! Mi fragt mich aber auch, bass erstaunt: »Sag mal, lächeln die Leute hier eigentlich nie? » Es stimmt, viele alte Menschen sehen regelrecht verbiestert aus. Andererseits sind Pariser ja auch nicht immer besonders freundlich.

Wir kaufen belegte Schrippen und Kirschen aus Werder und wollen am Langen See, kurz vor Schmöckwitz, picknicken. Das Strandbad liegt fast verlassen da, weil die Leute das Eintrittsgeld sparen wollen. Dafür drängeln sich am schilfbestandenen Ufer die spärlich oder gar nicht bekleideten Massen, und wir haben Mühe, ein ruhiges Plätzchen für uns zu finden. Trotz der gut 30 Grad im Schatten fällt es mir angesichts der dreckigen Brühe schwer, unterzutauchen und erst am Nachmittag kann ich im sauberen kühlen Wasser des Krossiner Sees baden. Wunderbar ist für mich das altbekannte Gefühl des Brandenburgischen Sandes unter den Füßen!

Mimi bewundert unterdessen die tadellose Schlange, die sich vor dem Wagen des Eismannes gebildet hat. Ich versuche, mit ein paar Frauen am Ufer ins Gespräch zu kommen, denn so allmählich müssen wir an eine Unterkunft denken. Bisher haben wir noch kein einziges Schild « Zimmer frei » oder « Ferienwohnung » gesehen, was sehr erstaunlich ist wegen der vielen schönen Seen hier.Allerdings rechnen wir jetzt in Fahrrad- und nicht mehr in Autokilometern. Wir sind nämlich noch nicht weit genug von Berlin entfernt, ‘normale Leute’ übernachten hier nicht. Trotzdem wäre eine nette kleine Pension nun genau das Richtige für uns, denn nach über dreißig  geradelten Kilometern fängt unser Sitzfleisch allmählich an zu meutern. Ja, von wegen ! Entweder  Nobelabsteige mit gesalzenen Preisen, aber hauseigenen Liegestühlen am See in Wernsdorf oder ein halb verfallenes « Gasthaus zur Linde » an der Hauptstraße. Entweder tristes Bungalow-Ferienzentrum « Germania » aus ebenso tristen DDR-Zeiten oder lautes Hotel an der Autobahnauffahrt nach KW (Königs-Wusterhausen im O-Ton).

ZWEI DAMEN AN DER DAHME

Nach fünfzehn weiteren heroisch geradelten Kilometern werden wir aber dann in Niederlehme fündig. Das Dorf heisst auf sorbisch „Nižše Łomy“. Wir werden noch viele zweisprachige Schilder im Spreewald finden, wo sich die Sorben – auch Wenden genannt – im 6. Jahrhundert ansiedelten und auch heute noch 45.000 von ihnen leben. Ein winziges Schild an der Hauptstraße weist uns nämlich zum « Gasthaus an der Dahme ». Fünf Minuten später stehen wir in einem einfachen, aber blitzsauberen Zweibettzimmer mit Fenstern, die  auf Linden und den Fluss hinausgehen. Zwar hat Mimis Laken ein Loch, in der Deckenbeleuchtung funktioniert nur eine Birne von dreien, und es gibt auch keine Verlängerungsschnur für die einzige Nachttischlampe. Wozu auch ? Es steht ja ein Fernseher da – nein, er thront geradezu überdimensional groß in diesem kleinen Zimmer. Wozu also lesen? Kostenpunkt für die ganze  Herrlichkeit mit Dusche und Toilette auf dem Flur : achtzehn Euro pro Person plus drei fürs Frühstück. So steht es auf einem schön bemalten großen Schild, das sinnigerweise auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus steht –  also dann,  wenn man schon angekommen ist! – anstatt vorne an der Straße.

Etwas später sitzen wir, geduscht und erfrischt, an einem Tisch direkt am Wasser mit Blick auf die vorbei- ziehenden Hausboote, Schwäne und Enten. Wir bekommen ein köstliches Tagesgericht, das nicht auf der Speisekarte steht, nämlich Pfifferlinge mit Ei, Bratkartoffeln und Salat und das für ganze acht Euro! Hungrig fallen wir darüber her und geben keinen Pfifferling darauf, dass die auf dem Teller wahrscheinlich aus Polen oder Tschernobyl stammen. Wenn nur das Bier und der Potsdamer Radler ein wenig kühler wären! Es ist immer noch irrsinnig heiß –  die Luft ‘steht’ geradezu!

Während ich mir nach dem Essen eine Zigarette anzünde und wir einem Mann zuschauen, der in der Dahme ein Bad nimmt, verdüstert sich der Himmel zusehends und eine halbe Stunde später zucken die ersten Blitze über die Dächer des Dorfes. Urplötzlich sehen wir, wie die ungefähr dreihundert Meter entfernten Bäume wie ungläubig ihre Kronen schütteln, als ob sie den sich brüllend auf sie stürzenden Sturm, nein den Orkan, abwehren wollten. Es soll ihnen nichts nützen.

„Alles rennet, rettet, flüchtet“ – wir haben gerade noch Zeit, in unserem Zimmer zu verschwinden, bevor es richtig losgeht. Trotzdem müssen wir zur unserer Schande gestehen, dass wir von dem  ‘Jahrhundert-Unwetter’ (das Jahrhundert ist gerade mal zweieinhalb Jahre alt !) absolut nichts mitbekommen, da eine Nacht im Liegewagen plus sechsundvierzig geradelte Kilometer genügen, uns sofort in tiefen Schlaf fallen lassen.

Erst am nächsten Morgen, als die Sonne wieder so scheint, als ob nie etwas geschehen sei, erfahren wir durch die Morgennachrichten, was wirklich passierte in dieser Nacht. Wir hören von den armen Jugendlichen im Camping von Berlin und auf unser ganzen Fahrradtour werden wir an entwurzelten oder ‘abgedrehten‘ Bäumen vorbeikommen. Natürlich unterhalten wir uns über das Unwetter mit dem Inhaber des Gasthauses, der extra für uns geblieben ist. Er hat uns um halb neun ein üppiges Frühstück gerichtet und sagt: « Es ist nur für Sie, denn eigentlich mache ich erst um 11 Uhr auf ». Das erstaunt mich nun doch sehr, und während wir uns durch die vier verschiedenen Käse und sechs (!) verschiedenen Wurstsorten durcharbeiten, frage ich ihn ein bisschen aus, wie das Leben zwölf Jahre nach ‘der Wende‘ denn nun so sei.

Er kommt aus dem Osten Berlins und bis zur Umstellung auf den Euro konnte er eigentlich nicht klagen. Mit den ehemaligen Eisenbahnern, deren ‘Heim’ dieses Gasthaus früher war, und mit der Laufkundschaft, « die übers Wasser kommt », hatte er genügend zu tun. Aber in diesem Jahr ist es ganz schlimm. Die Leute über- legen sich dreimal, ob sie ihr Bier bei Aldi kaufen, um es zu Hause zu trinken oder ob sie zu ihm kommen, weil eben doch alles teurer geworden ist. Das Gas- und das E-Werk haben schon dreimal erhöht, er aber hat ganz brav seine Preise halbiert. Das schlechte Wetter im Frühjahr hat natürlich auch nicht gerade dazu beigetra- gen, den Umsatz zu heben. Auch wenn es am Sonntag meistens doch noch schön wurde, hatten oft die Leute schon anders vorgeplant — und spontan sich zu etwas entscheiden? Nein, das geht nicht in Deutschland.

Als ich ihn aber sehr vorsichtig auf das etwas unglücklich hingestellte Schild auf dem Parkplatz aufmerksam mache, sagt er ganz fröhlich, dass sei schon seit einigen Wochen fertig, er aber hätte noch keine Zeit gehabt habe, es an der Straße aufzustellen. Sehr stolz fügt er hinzu, er sei ja im Internet zu finden! Nun ja. Ein kleines Nachspiel hat das Ganze noch. Ich stelle am nächsten Abend fest, dass ich mein Nachthemd im Zimmer des Gasthauses vergessen habe. Aus verschiedenen Gründen komme ich erst 5 Tage später dazu, dort anzu- rufen, und als ich nach dem guten Stück frage, bekomme ich die unglaubliche Antwort: » Ich weiß es nicht, wir haben das Zimmer noch nicht gerichtet ».

Obwohl  nach dem Unwetter die Sonne wieder scheint und die ganze Welt wie frisch gewaschen aussieht, grüßen uns die Leute, die uns auf den Rädern entgegenkommen, nie. Unser Gruß wird auch nur knapp erwidert. Mimi fragt mich, ob die Brandenburger immer so stur seien und ich weiche diplomatisch auf das Wort « bedächtig » aus.

Die Landschaft ist schön abwechslungsreich und unsere Fahrradwege sind wirklich sehr angenehm, da sie uns vor den Autos schützen. Oft geht es auch auf Sandwegen durch eine Art Heidelandschaft durchsetzt mit Kiefernwäldchen, Teichen und kleinen Seen.

In den kleinen Dörfern, durch die wir kommen, merken wir deutlich am nagelneuen Dach mit besonders schönen, wie gelackt aussehenden Ziegeln, nebst Fenstern, Türen und Putz, wem es finanziell gut geht und wem nicht. Aber beinahe ALLE haben die Gartenzwerge-Manie! Schneewittchen samt Gefolge, Windmühlen, Rehe, Riesenschnecken, die an Hauswänden hinaufklettern (igitt), Störche, Meckis, Gipshunde usw. machen sich in den Vorgärten oder auf den Balkons breit. In Berlin haben wir sogar als ‘Höhepunkt’ Flamingos aus Gips gesehen, deren angeklebte Federchen neckisch im Wind flatterten…

Da das Unwetter die Luft deutlich abgekühlt hat, wollen wir mittags in der « Grauen Gans » von Selchow ein heiβes Süppchen essen. Zwei Frauen fegen vor dem Gasthaus die vom Sturm herunter gewehten Zweige zusammen. Wir fragen höflich, ob wir hier draußen etwas essen können und werden angeblafft: »Sie sehen doch, dass das hier noch nicht fertig ist! Erst inner Dreiviertelstunde. » Es ist ja auch erst halb eins, also Mittagszeit. Ganz verspielt haben wir aber dann bei ihr, als wir zu fragen wagen, was denn eine ‘hausge-machte Soljanka’ sei. Die Strafe für so eine vorwitzige Frage, denn man hat hier offenbar alles zu kennen, sind zwanzig Minuten Warten auf zwei Getränke und auch die Suppe, die auch noch so sauer schmeckt wie wir es inzwischen sind ! Leider soll das nicht die letzte Begegnung mit dem Stil der ehemaligen DDR bleiben an diesem Tag.

Als wir nämlich am späten Nachmittag nach einem sehr sportlichen Umweg über einen Waldweg am Neuendorfer See vorbei nach Neu-Schadow hinein radeln, sehen wir, oh Wunder, das erste Schild « Ferien- wohnung ». Dieselbe ist zwar belegt, aber deren nette Inhaberin weist uns zum nur 500 m weiter gelegenen « Amalienhof » –  auf den allerdings wiederum kein einziges Schild im ganzen Ort hinweist. In Sachen Reklame sind sie hier offenbar « noch nicht soweit ». Das war der ständige Spruch bei unserer ersten Reise im Juli 1990. Zwölf Jahre später radeln wir über die in der Abendsonne liegende Spree und sitzen zehn Minuten später an einem kleinen Springbrunnenteich im Garten der Pension. Ein schönes großes Zimmer mit eben solchem Bad im neu umgebauten Hof, dessen Fitnessraum und Sauna uns voller Stolz gezeigt werden, nennen wir heute Abend unser eigen. Nun brauchen wir uns nur noch um unser Abendessen zu kümmern. Die Speisekarte des neben der Pension liegenden Gasthauses, das von derselben Familie betrieben wird, inspiriert uns nicht und so radeln wir durch den Ort (ohne Gepäck kommen uns die Räder leicht wie eine Feder vor!) bis zum « Restaurant Seeblick ». Wir möchten natürlich wieder gerne draußen essen und der Blick von der Terrasse durch die Kiefern auf den See ist auch wirklich hochromantisch. Das ist dann aber auch schon alles.

Mir schwant Fürchterliches, als ich zwei ältere Damen sehe, die ihre Teller abräumen und ihre Bestecke in die dafür in einer Ecke bereitgestellten Kästen schmettern. Tatsächlich sind wir in ein altes Ex-DDR Selbstbedie-nungsrestaurant geraten  – wobei die Bezeichnung ‘Restaurant’ sehr übertrieben ist. Zwar gibt es wohl einen Saal mit Tischen, Stühlen und einer Theke nebst einem Fräulein. Natürlich ist dieser Raum wegen des schönen Wetters völlig leer. Ich frage, ob das Fräulein hier bediene. Ungnädig werde ich beschieden: » Nur drinnen ». Da wir aber draußen essen möchten: «Essen nebenan an der Ausgabe, Getränke einen Raum weiter ». Ich kann es mir nicht verkneifen, sie zu fragen, was sie denn hier nun genau mache. Logische Antwort, abends um sieben: « Ich bin für Kaffee und Kuchen zuständig ». Gottergeben gehen wir um die Ecke und haben die Wahl zwischen den ewigen Schweine-, Zigeuner- und Jägerschnitzeln, Toast Hawaii oder Tiefkühlfischfilet mit Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln. Letztere sind noch das Beste. In der nebenan gelegenen Bar bekommen wir zwar einen sehr anständigen Müller-Thurgau für zehn Euro die Flasche. Aber als ich nach einer kleinen Flasche Mineralwasser frage, gibt es schon wieder eine spitze Antwort: « Wir sind kein Fünf-Sterne Betrieb, wir haben nur große Flaschen zu zwei Euro achtzig». Wir haben wirklich den Eindruck, zu stören. Sie sollten hier ein Schild anbringen: « Gäste nur zur Bewunderung der Aussicht erwünscht »!

Auch unsere junge Pensionsinhaberin kriegt im wahrsten Sinne des Wortes kaum die Zähne aus- einander. Sie fragt uns auch am nächsten Morgen nicht, was wohl zwei Pariserinnen per Rad im Spreewald suchen. Merkwürdige Leute. Na, wir schwingen uns wieder aufs Rad. Die Sonne lacht, die Linden duften, reifes Korn und blaue Wegwarte grüßen. Ich fühle mich so beschwingt, dass ich anfange zu singen. Ab Neu-Lübbenau nehmen die Gartenzwerge deutlich ab und lächelnde Menschen deutlich zu. Leider allerdings auch die Autos, die uns mit Krach und Gestank auf der heute leider radweglosen Straße überholen. Mireille staunt über die blitzblank gewaschenen Mittel- bzw. Oberklassewagen, alle mit hiesiger Nummer. Also so schlecht geht es den Menschen zwölf Jahre « danach » nicht.

Wir bewundern den gemalten Wolkenhimmel der herrlichen Fachwerk-kirche von Schlepzig und wissen noch nicht, dass dies die einzige Kirche bleiben soll, in die wir während der ganzen Fahrt hineinkommen werden. Es stehen zwar überall einladende Schilder « offene Kirche » davor, aber dann sind sie eben doch geschlos- sen, oder nur während zwei Stunden am Tag geöffnet und garantiert nie dann, wenn wir hinein möchten.

Weiter geht’s, den sehr lehrreichen « Buchenhainlehrpfad » erforschen und zum ersten Mal müssen wir uns der Mücken erwehren. Aber herrlich kühl und still ist es hier, ganz im Gegensatz zum Dorf, wo vor jeder Bäckerei schnatternde Gruppen mampfender, dicker Leute stehen. Ganz besonders schlimm sieht es aus, wenn sie eng anliegende Radlerhosen, gelbe Riesenrad- lerbrillen, Lederhandschuhe – bitte mit Löchern! – und höchst kleidsame Helmchen aufhaben. Daneben wirken wir natürlich höchst amateurhaft, wie wir so an den vier Teichen, die neben der Spree in den letzten Jahren angelegt wurden, entlang radeln. Es ist ein Paradies für Reiher, Fischotter, Schwäne und alle Arten von Enten, wobei wir die Bekanntschaft mit der sicher sehr berühmten „Knäkente“ machen.

Wir fahren weiter bis nach Lübben, sparen uns allerdings die Besichtigung für ein anderes Mal auf, so un- angenehm sind uns der Krach und der Gestank der Autos. Man gewöhnt sich so schnell an die Stille! Hier müssen wir  nun unbedingt etwas essen. Gottseidank sehe ich gegenüber eine Bäckerei. Ach nein, es ist gar keine Bäckerei, es ist ein « Back-Shop », denn auch hier hat leider das Denglisch („It is öd to be blöd“) seinen Einzug gehalten. Neben dem « Sun Flirt » Sonnenstudio gibt es einen « Scene-Shop », was immer das heißen soll. Die Leute, denen wir begegnen, sprechen dagegen noch ganz normal deutsch, ohne jeden Satz mit Anglizismen zu spicken und meine Unterschriftensammlung für den « Verein Deutscher Sprache », der gegen diese Unsitte protestiert, wird überall freudig bereichert.

Zurück zur Bäckerei: in Frankreich kann ich Kuchen sehr gut widerstehen – in Deutschland nie!  Also schwelgen wir heute in Kirschstreusel, Mohnkuchen und einer ganz besonders leckeren Eierschecke, einer Art Käse-Quarkkuchen. Zum Niederknien! Beim Weiterradeln spinne ich, wie es denn wäre, auf dem Platz in Saint Maur, wo ich meinen zweiten Miniwohnsitz habe und Mi ihren ersten hat, anstatt der Praxis der Krankenschwestern in unserem Gebäude einen „Eierschecke-Kirsch-Streuselkuchen-Laden“ aufzumachen? Nach einer originellen Siesta an einem wunderbaren Birkenweg radeln wir auf dem „Nordumfluter“ dem Herz des Spreewalds entgegen  und kommen gegen Abend in Alt-Zauche an, wo ich, dank der Unterlagen meiner Cousine Uta, ein Zimmer für zwei Nächte bei Familie Dorandt vorbestellt habe.

Es ist ein schmucker Hof mit Haupthaus, Neben- und Stallgebäuden, Garage, Gewächshaus und einer riesigen Scheune. Der Rasen ist gepflegt, viele Geranien überranken die Veranda. Es fehlt weder der ein „Willkommen“-Schild tragende Gartenzwerg noch die Hollywood- schaukel. Da steht das „alte Sofa aus der Wirtschaftswunderzeit“ mit dem fein säuberlich in der Mitte geknickten Kissen und wir beziehen für zwei Nächte das ehemalige Elternschlafzimmer. Abends essen wir im Hof des einzigen Gasthauses am Ort köstliche Spezialitäten des Spreewalds: Grützwurst mit Sauerkraut, Bratkartoffeln und Bohnensalat für Mimi und gekochten Schlei mit der berühmten Spreewälder Soße für mich. Ausgesprochen lecker! Und ein Storch guckt uns zu, noch dazu auf einem Bein stehend.

Am nächsten Morgen frühstücken wir bei schönstem Sommerwetter im Garten neben den Hühnern,  deren Eier wir futtern und die auf dem Rasen mit den Vögeln um die Wette picken. Heute haben wir radelfrei und trödeln einfach nur so rum, bis uns Herr Dorandt, unser Privatgondolier, für drei Stunden in seinen flachen Kahn einsteigen lässt und das Eschenkahnruder ergreift.  Wir haben einige Skrupel, den Mann nur für uns alleine arbeiten zu lassen. Doch wir begreifen, dass die zwanzig Euro für ihn besser sind als nichts, denn die Feriengäste, sagt er, sind seit der Umstellung auf den Euro entschieden weniger geworden.

Während unser Fährmann stakt, macht er uns auf die wunder- schönen, nur hier lebenden blauen Libellen aufmerksam. Er erklärt uns auch den Unter- schied zwischen dem ange- pflanzten Erlenhochwald und dem unordentlich wild gewach- senen Niederwald. Wir genießen das Vogelgezwitscher und er sagt: » Nur bis zum 20. Juli, dann haben sie die Brut erzogen und erholen sich ». Es gibt immer wieder neue Ausblicke in das Grün der Farne, der Wasserlilien, der Eichen, Eschen, Erlen und Ulmen, die sich im Wasser spiegeln. Einzigartig!

Ah, da kommt eine Schleuse. Ein Steppke von ungefähr vierzehn baut sich vor uns auf, bittet um unsere « geschätzte Aufmerksamkeit », und rasselt, Ring im Ohr, locker vom Hocker sein Sprüchlein runter:

« Ick bin ‘ne arme Sau und habe keene Frau.
Drum stehe ick anne Schleuse
Und mach mir ein paar Mäuse.
Schleusenarbeit fällt mir schwer,
Darum gebt mir etwas mehr! »

Wir lachen uns schlapp und ich hole zwei französische Fünfzig-Cents-Stücke raus. Sein Kommentar – ganz tief aus dem Bauch ‘raus: « Cooool »!

Weiter geht es, am bilderbuchreifen Försterhaus vorbei über die Flieβe, das sind Nebenarme der Spree, und über die Kanäle. Wir kreuzen Paddelboote, in denen junge Leute mit Walkman auf dem Kopf sitzen und brechendvolle Kähne, wo die Bierflaschen auf den Tischen stehen und kreisen. Gleich darauf ist es aber wieder still um uns herum und wir genießen diesen Luxus. Unser Fährmann erzählt uns von dem schlimmen Winter 96/97, wo alle Fliesse zehn Meter tief zugefroren waren und alle Fische starben. Und von den Störchen, die nur auf eine abgemähte, kurz gehaltene Wiese zum Fressen gehen, und dass sie höchstens vier Jungtiere aufziehen und sie dann unerbittlich aus dem Nest schmeißen, wenn es mit der Futterbeschaffung mal nicht so klappt.

Als wir nach diesen herrlichen und instruktiven Stunden wieder anlegen, zieht es drohend schwarz auf und wir erreichen mit Mühe und Not den rettenden Hof, bevor ein heftiges Gewitter runtergeht. Ich bin so richtig entspannt und lasse mich gerne von dem prasselnden Regen in den Mittagsschlaf wiegen. Abends können wir aber unser Essen schon wieder bei schönstem Sonnenschein draußen genießen. Quark mit Leinöl, Kartoffeln und Bohnensalat sind nicht nur  köstlich, sondern auch so preiswert, dass wir erheblich unser unter unserem vorher festgelegten Tagesbudget liegen. So schlemmen wir guten Gewissens.

Am nächsten Morgen, dem Sonntag, regnet es in Strömen. Nach dem Frühstück halten wir einen langen gemütlichen Schwatz mit der Hausherrin. Daraus geht hervor, dass es ihnen zu DDR-Zeiten wirklich besser ging! Sie verdienten beide, er als Schlosser, sie als Kindergärtnerin. Trotzdem reichte das Geld nicht und sie waren froh, dass der Hof ein Zubrot abwarf. Das hieß allerdings auch um fünf Uhr morgens raus den Federn, das Vieh versorgen und bis vier Uhr nachmittags im Beruf arbeiten. Danach einen Kaffee und dann ging es weiter, um  auf dem Feld und im Garten alles zu bestellen sowie wieder das Vieh zu versorgen. Auch damals vermieteten sie schon an Sommergäste – das kam also noch dazu als Arbeit. Dann kam die Wende. Er wurde arbeitslos, aber wenigstens seine Arbeitsjahre wurden für die Rente angerechnet. Ihre nicht. Das empfindet sie als total ungerecht.

Wenn man alles abbucht, die Versicherungen, den TÜV, durch den früher unser Kahn nicht durch musste, das Gas, den Strom, das Telefon, die Zeitung und so weiter, dann bleibt nichts mehr. Im Oktober fahren wir, weil es ein Sonderangebot ist, eine Woche an die Masurische Seenplatte.

Vor Kurzem war sie zu Besuch im Osten Berlins. Sie weiß nur zu berichten, wie viel schmutziger es da jetzt aussehe als zu DDR-Zeiten. Hingegen von einer Russlandreise erzählt sie mit leuchtenden Augen, wie sauber es da gewesen sei und dass die Jungs abends im Anzug, mit weißem Hemd und Schlips ausgegangen seien…

Gegen Mittag hört der Regen auf und die « pfiffige Pfeffergurkenmimi », von mir so getauft, folgt nicht nur mir sondern vor allem « Schnurps », der lustigen Gurke auf dem Rad, die uns heil bis nach Burg führt. Der Boden dampft, die Luft ist herrlich erquickend. Unsere Beine radeln wie von alleine! Wir sehen ein Reh äsen und einen ‘Gurkenflieger’. Das ist eine Art überdimensionaler Doppeldecker, dessen Körper in der Mitte ein Trecker ist und in dessen Flügel die Arbeiter liegen, um die Gurken per Hand zu pflücken. Das ist beinharte Arbeit und ich wage es nicht, näher zu gehen, um sie zu fotografieren. Ich verspreche mir selber, nie mehr zu meckern, dass mir die Gewürzgurken zu teuer sind.

Die vierundzwanzig Kilometer nach Burg schaffen wir spielend und kommen gerade vor dem « Bahnhofs- restaurant » an, als es richtig zu schütten beginnt. Dort wird uns das Bier und der Apfelsaft lustig von einem kleinen, ferngesteuerten Zug serviert. Wir finden relativ schnell ein Quartier, sind allerdings entsetzt über die Menschenmassen, die sich zur Schunkelmusik auf dem « Spreewaldmarkt » verlustieren. Bloß weg ! Wir verschlafen den verregneten Nachmittag und gehen erst abends durch das nun wieder ruhige Städtchen auf die Suche nach einem hübschen Restaurant. Und wir werden auch belohnt: zur Feier des 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, lassen wir uns in dem sehr feinen „Landhotel Burg“ ein wunderbares Zanderfilet mit Krebsschwänzen munden. Vive la cuisine allemande!

Am nächsten Morgen versuche ich, mit der Frau, die uns das Frühstück serviert, ein bisschen zu schwätzen, aber es ist, als ob ihr das peinlich sei. Ich lobe die wunderschönen neuen Dächer, die man allseits bewundern kann. Trockener Kommentar dazu: » Die haben sich alle übernommen ». Später ärgern wir uns über so blöde Bemerkungen wie « Die Kirche steht meistens neben dem Marktplatz » auf meine Frage, wo es eine Fahrrad-werkstatt gäbe oder « Wir verkaufen nur Gemüse » von einer Frau, die neben Apfelkisten steht. Nett sind die hier nicht  gerade! Die Ausnahme ist ein Mann, der auf seinem Rad neben uns an der Bahnschranke wartet, und der ganz offensichtlich mit uns reden möchte. Er macht seine Stadt, Vetschen, runter (zu Recht, wie sich herausstellen wird), bevor er klagt, dass ein Kernkraftwerk mit siebentausend Arbeitern geschlossen habe und dass daher die Arbeitslosigkeit bei 20% läge. Seine Jungs seien gleich nach der Wende stiften gegangen und hätten auch in den alten Ländern sofort Arbeit gefunden. Um etwas Positives zu sagen, lobe ich einmal mehr die schönen Dächer, Türen und Fenster der Häuser, denn das ist es wirklich, was uns überall ins Auge sticht. Doch auch er winkt nur müde ab: « Alles nur auf Kredit ».

Wir fahren weiter, über eine wundervolle Birkenallee, an der Leipe entlang nach Lübbenau. Das ist ein besonders hübsches Städtchen! Kein Wunder, dass hier das Herz des Spreewalds sein soll. Vor Jahren waren wir schon einmal hier, aus Berlin mit dem Auto gekommen,  hatten eine Kahnfahrt gemacht und uns geschworen, wieder zu kommen. So sind wir sehr stolz auf unsere Rädern, zumal ich geradezu profihaft nun auch noch einen sehr praktischen Kartenhalter vorne drauf habe.

Leider sind hier die Hotels alle voll, obwohl es doch Wochenanfang ist. Wir werden daher in den Stadtteil Zenkwick geschickt – und befinden uns mit einem Mal im realen, schockierend hässlichen Sozialismus-Bau, der nichts mit dem schnuckeligen Städtchen Lübbenau gemeinsam hat! Der Gegensatz zwischen diesen Gebäuden und einem gewachsenen Stadtbild, wie im alten Teil, auf so engem Raum, ist sehr brutal und wir sprechen noch lange beim Abendessen darüber, wie viel Glück wir haben, jede in einer harmonischen Umgebung leben zu dürfen.

Am nächsten Morgen radeln wir in das idyllische Dorf Lehde, sehen uns das dortige Gurkenmuseum an und werden über den Meerrettichanbau aufgeklärt. Wir kaufen Pflaumenlikör, Senfgurken, Meerrettich und andere Souvenirs und machen uns auf den Rückweg an der Spree entlang, in der ich ein erfrischendes Bad nehme, so schwül-heiß ist es wieder.  Vor einem Jahr habe ich in Ulm einen Kilometerzähler für mein Rad gekauft und heute ist der große Augenblick da: wir haben die ersten  tausend Kilometer voll!

Die Landschaft ändert sich allmählich, große Kornfelder wechseln ab mit Kiefernwäldern. In Goyatz erwartet uns unser Waterloo: es ist alles voll! Kein Zimmer, keine Ferienwohnung, nix. Etwas verzweifelt wenden wir uns an die Besitzerin eines Blumenladens. Da erleben wir zum ersten Mal, seitdem wir hier im Spreewald sind, wirkliche Solidarität. Diese Dame ruft erst eine und dann noch eine Freundin zu Hilfe und gibt keine Ruhe, bevor sie für uns nicht doch noch im Yachtclub-Haus von Jessern ein Zimmer findet. Uff! Wir bedanken uns überschwänglich bei ihr und radeln müde, aber entschlossen los und kommen auch gerade noch vor dem Regen an.

Von nun an wird das Wetter leider immer mieser. Am nächsten Tag ist es ganz schlimm, schon nach einer knappen Stunde müssen wir uns unter einen großen Baum stellen, so schüttet es. Allerdings wird uns schnell kühl und langweilig und so schwingen wir uns trotz des Regens wieder auf die Räder und brausen zum nächstgelegenen Campingplatz. Dort wärmt uns eine heiße Kartoffelsuppe und so beschließen wir in einer Regenpause, trotzdem weiterzufahren. Das hätten wir besser bleiben lassen, denn nach einer halben Stunde, in Leissnitz, gieβt es schon wieder. Ich sehe zwar das Schild « Gasthof » als Rettung, aber als wir vor der Tür stehen sehen wir da ein anderes, ganz kleines, das uns foppt : « Ab 16 Uhr dreißig von Mittwoch bis Sonntag geöffnet ». Leider haben wir Dienstag, halb zwei. Wir flüchten in die Friedhofskapelle und warten gottergeben den Regen ab.

Abends sind wir trotz allem am Etappenziel, dem hübschen Städtchen Beeskow. Der Himmel tut auf einmal so, als könne er kein Wässerchen trüben, und wir essen zum letzten Mal auf dieser Fahrt im Freien. In einem sehr schönen italienischen Restaurant bzw. auf dessen Terrasse, genau gegenüber dem imposanten Dom St. Marien.  Der junge Wirt ist richtig nett und spendiert uns, wohl weil er uns französisch reden hört und an die ausländische Klientel denkt, einen Grappa. Der und eine köstliche Thunfisch-Pasta söhnen uns mit diesem wasserreichen Tag wieder aus.

Der letzte Morgen unserer Tour bricht an. Heute Abend werden wir schon bei Freund Sherlock in Berlin sein und wir freuen uns beide darauf. Davor hat der Wettergott allerdings noch den Wind gesetzt, der IMMER von vorne kommt und das ist bei fast sechzig Kilometern, die wir vor uns haben, nicht so lustig. Aber zur Belohnung bekommen wir eine gratis Vorstellung der Segelflieger von Königswusterhausen, die dort in der Nähe proben. Das ist wiederum so schön, dass wir uns überlegen, ob wir demnächst nicht vom Rad auf diese gleitenden Schwingen umsteigen sollten. Andererseits sind die Piloten immer von denen, die unten bleiben und sie erst weg katapultieren und dann wieder einsammeln müssen, abhängig. Also bleiben wir doch lieber bei den « Rädern, die gar nicht gerne stille stehen » und fahren fröhlich und zufrieden unserem Berliner Bären entgegen.  

WAS BLEIBT: trotz des Wetters die Freude an der Landschaft und unsere Kahnfahrt.    

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